bat ZUR ÖKOLOGIE VON FLEDERMÄUSEN IN MITTELEUROPÄISCHEN STÄDTEN bat


Inhaltsverz. Einleit. Grundl. Flederm. in Städten Stadtbewohner? Schutz Abstract Literat.


Fußnoten

Kritiker müßten aufgrund dieser Formulierung anmerken, daß weitere Quartiertypen wie z.B. Erdlöcher im Winter zu vermuten sind, da teilweise 95% des Sommerbestands im Winter nicht erfaßt werden [VON HELVERSEN 1989], wenige Angaben zu solchen Quartieren existieren [mündl. Mitt. von MARTIN LEHNERT], liegen mir aber nicht vor


Der begrifflichen Problematik bin ich mir bewußt, denn der Begriff "Mitteleuropa" tauchte im deutschen Sprachraum nachweislich das erste mal auf, als deutsche Militärs 1914 Kriegsziele für Deutschland absteckten [LE RIDER 1994]. Dennoch soll der Begriff sozusagen in den Augen (bzw. im Echoortungssinn) einer keine Ländergrenzen und Nationalitätenkonflikte kennenden Fledermaus genutzt werden.


Im folgenden werden unveröffentlichte Berichte nicht mehr gesondert umschrieben. Die Begriffe Publikationen und Veröffentlichungen umfassen insofern ab dieser Stelle auch diese von mir genutzten Medien.


"Noch bis Ende der 1950er Jahre kam die Langflügelfledermaus regelmäßig in der Oberrheinebene und wahrscheinlich auch in Hessen vor. Einhergehend mit der Regression der nördlichen Arealgrenze dieser mediterran verbreiteten Art fehlen aus dem letzten Jahrzehnt aber jegliche Nachweise für Deutschland, so daß M.schreibersi als ‘in Deutschland ausgestorben’ klassifiziert werden muß ..." [ROTE LISTE DEUTSCHLAND 1994]

Die Abbildungen der einzelnen Arten stammen alle von GÖRNER & HACKETHAL [1988].


"Die Volksmeinung, daß Fledermäuse Speck fressen, war noch zu Ende des 19.Jh. allgemein verbreitet .., und in der Naturwissenschaft des 18.Jh. wurden Fledermaus und Speckmaus synonym benutzt ... Nach Riegler .. geht Fledermaus = ‘bat’ (schriftengl.) auf mittelengl. ‘backe’ zurück und wurzelt im german. ‘bakon’ = Speck ... ‘Dieser Vogel (Fledermaus, d.A.) wird eine Speckmauß genennet; weil er den Speck isset, und die Schweineseiten durchnaget." [MESSAL & LABES 1992]

Braune Langohren haben Ohrlängen bis zu 43mm, andere Fledermausarten in Europa höchstens 31mm [SCHOBER & GRIMMBERGER 1987].


Die Braunen Langohren werden im Vergleich zu Grauen Langohren in weniger exponierten Stellen in Winterquartieren nachgewiesen. Diese Aussage steht auf den ersten Blick im Gegensatz zur Aussage, daß Graue Langohren als thermophiler gelten. Ein Grund könnte in der besseren Anpassung der Grauen Langohren an Steppenlandschaften liegen [m¨ndl. Mitt. von MARTIN LEHNERT].


In Europa ist nur der sehr seltene Riesenabendsegler größer [SCHOBER & GRIMMBERGER 1987].


Eindeutige Nachweise der beiden Bartfledermausarten existieren nur wenige. Die relative phänotypische Ähnlichkeit der Arten, die z.B. in Kassel [JANSEN 1993] zu keiner Trennung der Lebensraumbeschreibung der beiden Arten führt, führte bei einigen Nachweisen aus den Städten sicherlich zu Fehlern. Unterschiede bei den Beschreibungen der Vorkommen der Bartfledermäuse müssen insofern mit Vorsicht betrachtet werden.


Zu diesen Regionen gehören in diesem Sinne Schweiz, Österreich, Teile der Tschechischen und Slowakischen Republik. Deutschland und Polen werden nicht dazu gezählt.


"Präadaptation: das Vorhandensein von Fähigkeiten eines Organismus, die normalerweise niemals in Anspruch genommen werden, bzw. die bei einem Wechsel der Umweltbedingungen u.U. einen Vorteil bieten können." LESER et al.[1993]


Inhaltsverz. Einleit. Grundl. Flederm. in Städten Stadtbewohner? Schutz Abstract Literat.


©verfaßt von Tiemo Redel -Germany (Berlin)- und zuletzt verändert am 20.Oktober 1996

t at redel-online.dee-mail . . . meine Startseitehome . . . Freie Universität BerlinFU-Logo